VillageCon 2018

Geile Show aber mit Verbesserungs-Potenzial

Am Freitag, den 23.02.2018, fand im Rasta Dome der Stadt Vechta die erste IT-Konferenz statt. Vor einer beeindruckenden Kulisse wurde eine großartige Show vom Veranstalter Tim Fröhle geboten. Laut OV-Zeitung waren rund 250 Besucher gekommen, um die Vorträge der Digitalexperten zu hören. Gestartet wurde die Konferenz von Bürgermeister Helmut Gels, welcher ebenfalls von einer zunehmenden Digitalisierung im Rathaus berichtete. So kam die digitale Akte und der Online-Bürgerservice zur Sprache. Weiterhin sprach Gels, dass man auch hier für Cyberangriffe gewappnet sein müsse.

Am Nachmittag kam es zum Höhepunkt der Show und die Blues Brothers gaben einen Auftritt.

Blues Brothers

Blues Brothers

Blues Brothers

Blues Brothers

Blues Brothers

Blues Brothers

Neue Geschäftsmodelle durch die Digitalisierung

Nachdem Bürgermeister Helmut Gels die Veranstaltung eröffnet hatte, zeigte Referent Volker Johanning auf, welche Geschäftsmodelle durch die Digitalisierung in Zukunft in der Region entwickelt werden müssen. „Daten sind das neue Gold“, sagte der IT-Berater und Interimsmanager. Es sei wichtig, Daten von seinen Kunden zu sammeln, um auf deren Bedürfnisse noch genauer eingehen zu können. Diese dienen dazu seine eigenen Produkte zu verbessern und darauf aufbauend könnten neue Ideen für Dienstleistungen entstehen.

VillageCon 2018-Digitalisierung

VillageCon 2018 in Vechta

Daten sind das neue Gold

Daten sind das neue Gold

Fachkräftesicherung im Oldenburger Münsterland

Ein weiterer, interessanter Beitrag wurde von Herrn Frank Maens gehalten. Er berichtete von seinem Alltag bei Microsoft. In Zukunft wird der Arbeitsplatz nicht mehr ein fester Standort sein, sondern er kann überall auf der Welt sein. Hierzu müssen Unternehmen ihre IT-Infrastruktur zukünftig entsprechend vorbereiten. Die freie Wahl des Arbeitsplatzes vom Mitarbeiter führt zu mehr Zufriedenheit der Angestellten. Hierzu muss ein Vertrauen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgebaut werden.

Digitalisierung verändert die Arbeitsplatzsituation

Digitalisierung verändert die Arbeitsplatzsituation

Die Aussteller-Expo

Hinter der Hauptbühne befand sich die Expo, auf der einige Aussteller ein paar Werbe-Stände aufgebaut hatten. Hier fand ich sehr gut, dass die auf den Ständen vorzufindenden Vertreter sehr nett und offen für jeder Art Gespräche waren. Mein Kollege und ich waren zunächst am Stand von ACP, welche zusammen mit Microsoft ausstellten. Hier konnten wir uns das Surface Studio, Surface Book 2 und das Surface Pro aus der Nähe anschauen und live erleben. Tolle Sache!

Daraufhin waren wir bei den Kollegen von BTC und durften hier ein Demo mit der Microsoft HoloLens ausprobieren. Dies passiert ja auch nicht aller Tage.

Mein Kollege bei der Wartung einer Heiztherme

Mein Kollege bei der Wartung einer Heiztherme

Augmented reality mit Microsoft HoloLens

Augmented reality mit Microsoft HoloLens

Bester Vortrag

Mein persönlicher Favorit für den besten Vortrag der Veranstaltung war jener, der am Ende von Stefan Macke dargeboten wurde. Mit einer wirklich genialen Lockerheit, einer guten fachlichen Tiefe und trotzdem gut verständlich für jeden, der nicht IT-Fachmann ist, hatte Stefan Lösungen für die Virtualisierung in der Cloud präsentiert. Ob mit eigenem Server (on premise) oder bis hin zu „FaaS“ (Function as a Service) hat er konkret an einem Beispiel für eine Webpräsenz aufgezeigt, welche Lösungen es in der Cloud gibt. Toll gemacht!

Von on premise bis "FaaS"

Von on premise bis „FaaS“

Mein Gesamteindruck

So toll die Show auch war und wie gut sie auch organisiert war, so gab es, für mich als Entwickler von Softwareprodukten, doch ein paar Punkte, welche man in Zukunft eventuell verbessern könnte. Bei den meisten Vorträgen fehlte mir persönlich die fachliche Tiefe. So wurde z.B. Blockchain als die Weltverbesserung schlecht hin dargestellt, ohne technische Hintergründe aufzuzeigen. Die Referenten von SAP und AgriCon nutzten die Veranstaltung als Werbeplattform (Bitte nicht böse sein! Ist meine persönliche Meinung). Auch von einigen angebotenen Seminaren ist mir dieses zu Ohren gekommen. Für die Zukunft würde ich mir verstärkt wünschen, dass es mehr Vorträge von den oben genannten geben würde, sprich wie kann der Standort OM für Fachkräfte interessant gemacht werden? Was können Unternehmen dafür machen? Außerdem wäre interessant, welche IT-Unternehmen es im Oldenburger Münsterland überhaupt gibt, wenn es um Werbung geht. Die Vorträge sollten eventuell mehr auf mittelständische Betriebe zugeschnitten sein und hier und da etwas konkreter Themen behandeln, um eine gewisse fachliche Tiefe zu erhalten.

Eines fand ich persönlich sehr gut: Netzwerken! Allein beim Anstellen für den Mittagssnack und auf der gesamten Veranstaltung habe ich mehrere Gespräche, mit Personen, die ich noch nie zuvor gesehen hatte, führen können. Die Schlange vor dem Mittagsbuffet war trotz allem sehr störend und sollte beim nächsten mal besser organisiert werden. Ich war noch nicht einmal an der Reihe, da gingen schon die nächsten Vorträge los. Dies fand ich sehr schade. Auch finde ich den Preis für die Veranstaltung nicht passend zu der Leistung, die man empfängt. Ich glaube allerdings auch, dass die Tickets sich nicht so gut verkauft haben, als vom Veranstalter angenommen, und viele Frei-Tickets verteilt wurden, um den riesigen Rasta Dome zu füllen. Daher mussten wahrscheinlich einige Kompromisse getroffen werden. Dies sind allerdings nur Spekulationen.

Nichts desto trotz habe ich einen schönen Tag erleben dürfen. Hierfür vielen Dank. Wenn ihr noch etwas habt, so kommentiert dies doch bitte oder gebt mir ein Like!

5 Gedanken zu „VillageCon 2018#8220;

  1. Gute Zusammenfassung, Jan. Für eine Konferenz, die im OM stattfindet und sich an die Zielgruppe hier orientieren will, fand ich das ganze Drumherum zu dick aufgetragen. Ja, es war gut organisiert, die Lightshow und das Intro wirkten professionell und haben den Dome außerhalb der Rasta-Heimspiele mal zum Beben gebracht, aber für eine Fachkonferenz brauche ich persönlich keinen Musik-Act, der mir ehrlich gesagt mangels Beteiligung des schwindenden Publikums dann auch ein wenig Leid tat, eine Moderatorin und eine solch große Bühne wie den Rasta Dome. Da lieber ein bisschen Bling-Bling und Tam Tam einsparen und mal die Getränke umsonst machen. Und zum Thema Fachkonferenz fehlte mir dann eben auch die fachliche Tiefe. Als Person mit Entwickler-Background waren das alles Themen, die so erstmal keine bahnbrechenden neuen Erkenntnisse geliefert haben. Auf Management-Ebene kann ich einige Dinge nachvollziehen, aber dann sollte man die Konferenz fachlich vl. eher trennen in Management-Themen und IT-nahe entwicklungsspezifische Themen. Leider habe ich keinen der Vorträge im VIP-Raum wahrgenommen, so dass ich nicht weiß, ob diese Trennung ggf. schon gegeben war.

    In Summe ein sehr großer Aufschlag für die erste Konferenz in der Art mit deutlich Luft nach oben. Vergleichswerte liefert in der Form dann ja die SEROM, die nun schon zweimal stattfand. Dort liegt der Fokus dann eher auf der fachlichen Tiefe und auch dem Austausch innerhalb der Region. Für mich von den Rahmenbedingungen her deutlich attraktiver. Vl. wird die VillageCon nächstes Jahr dann ja keine IT-Konferenz, sondern eine Digital-Konferenz.

    • Hallo Kai,
      Vielen, lieben Dank für deinen Kommentar. Generell muss man natürlich sagen, und damit wird ja auch auf der Website der VillageCon geworben, dass die Konferenz eher für Manager, Geschäftsführer, CTO´s usw., sprich für die Entscheider eines Unternehmens ausgelegt war. Und um diese Personen dazu zu bewegen, dass sie an der Veranstaltung teilnehmen und auch die großen Player, wie Microsoft und SAP, zu gewinnen, ist es wahrscheinlich schon notwendig, entsprechend etwas zu bieten. Und ich denke, dass der Veranstalter dies sehr gut geschafft hat. Letzten Endes geht es ja darum, und dies wurde auch in dem Seminar „Modern Workplace“ erwähnt, dass genau diese Entscheider die Grundvoraussetzung bieten müssen, um die Digitalisierung voran zu bringen. Denn diese Personen müssen entsprechende Gelder und Zeit für die IT-Abteilungen bereitstellen.
      Weiterhin gebe ich dir recht, dass die SEROM eher etwas für uns Entwickler ist. (An dieser Stelle für alle Interessenten: Die nächste SEROM findet am 19.10.2018 ab 12:00 im Fitz statt. Evtl. treffen wir uns ja da.)
      Also Kai, nochmals vielen Dank für deine Meinung. Wenn du oder jemand anderes noch etwas ergänzen möchte, dann immer her damit.

      • Hallo Jan,

        für die von dir genannte Zielgruppe war es sicherlich ein passenderes Umfeld, es werden auf der Webseite allerdings ja auch für digtiale Pioniere und IT Fachkräfte geworben. Also entweder hat man hier versucht, generell die Zielgruppen breit zu fächern oder es war tatsächlich auf Management ausgelegt und man wollte die fachliche Seite nicht ausschließen. Insgesamt könnte das Programm dann – wenn ich alle Zielgruppen anspreche – etwas differenzierter ausgearbeitet werden. Und das hat mir letztlich gefehlt.

        Tim Fröhle wird die VillageCon sicherlich auch sehr reflektiert bewerten und entsprechende Verbesserungen in eine mögliche nächste VillageCon aufnehmen. Ich bin gespannt, ob und wie es da weitergeht und freue mich bis dahin auf die nächste SEROM im Herbst.

  2. Hallo Zusammen,
    wow – danke für euer valides und konstruktives Feedback, Lob und Kritik!!! Um es aus meiner Sicht abzukürzen: Als One-Man Show so etwas nebenbei zu organisieren war nicht ganz einfach und ich denke, dass für die nächste VillageCon ein Team her muss. Zum Einen, um fachliche Bedarfe aus der Wirtschaft sauber aufzunehmen und im Programm unter zu bekommen und zum Anderen, um in verschiedensten Bereichen einfach besser zu werden. Es allen gerecht zu machen, wird vermutlich nicht möglich sein aber es weiter zuzuschneiden ist aus meiner Sicht nötig und auch richtig.

    Falls Interesse besteht, können wir dies auch in lockerer Atmosphäre einmal persönlich diskutieren, mit den meisten habe ich ja schon gesprochen 😉

    Also gerne weiter kommentieren, je mehr Feedback ich bekomme, desto besser wird v2 😉

    Ich danke euch vielmals um euer Feedback!!

    Beste Grüße,

    Tim

    • Wow,
      Echt cool Tim, dass du dich hier sogar meldest. Finde ich echt toll! Vielen, lieben Dank dafür!
      Wie du es selber schon sagst: Man kann es nie allen recht machen. Beim nächsten mal gibt es bestimmt Kritik dafür, dass die Vorträge viel zu fachlich waren. 😉

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